

Ein Ansatz zur bestandesmässigen Weiterentwicklung der Genossenschaft war seit Ende der 70-er Jahre gesetzt, als im Quartier Albisrieden ansässige Gemeinderäte aus verschiedenen politischen Lagern bei der Stadt Zürich einen gemeinsamen Vorstoss unternommen hatten, die direkt neben der GBL Liegenschaft In der Wässeri 13/15 (17. Bauetappe) und ursprünglich für eine Mehrzweckhalle reservierte Parzelle, welches Projekt aber wegen des heftigen Widerstandes der Quartierbevölkerung nicht verwirklicht wurde, der GBL für neue Wohnbauten im Baurecht abzugeben. Diese Idee lebte im Ver-laufe des Jahres 1993 wieder auf und zusammen mit der Stadt Zürich erfolgte die Durchführung eines SIA-Architekturwettbewerbes auf Einladung. Mitte November 1994 tagte das Preisgericht, dem neben Mitgliedern der Genossenschaftsverwaltung unter anderem auch die damalige Vorsteherin des Bauamtes II, Frau Stadträtin Dr. Ursula Koch und der Stadtbaumeister Hans R. Rüegg angehörten. Diese Jury bezeichnete nach einlässlichen Beratungen das Projekt des jungen Architektenteams Annette Spiro und Stephan Gantenbein als Siegerarbeit. Die Umsetzung des entsprechenden Bauvorhabens verzögerte sich in der Folge wegen eines aus der Nachbarschaft erhobenen Baurekurses allerdings erheblich, so dass die 19. Bauetappe, Wohnhäuser In der Ey 10 und 12 mit total 36 Wohnungen erst auf Juli 2000 bezugsbereit erstellt war.
Das gleiche Jahr brachte am 13. Dezember 2000 die Entscheide über zwei weitere, richtungsweisende Geschäfte. Anlässlich einer ausserordentlichen Generalversammlung im Albisriederhaus wurden bei sehr grosser Teilnahme von Genossenschafterinnen und Genossenschaftern mit nur wenigen Gegenstimmen bzw. Stimmenthaltungen einerseits der Fusion mit der Wohnbaugenossenschaft Limmat zugestimmt, welche einen Wohnungsbestand von 97 Wohnungen an den Standorten Schlieren und Urdorf einbrachte und in der GBL aufging und andererseits auch dem Kauf der Liegenschaft Letzihof (Wohn- und Geschäftsliegenschaft Mühlezelgstrasse 3-25, Albert Schneider-Weg 3-25, 8047 Zürich) bzw. des Werkareals der Firma Stooss AG am Letzigraben 142 zugestimmt. Auf diesem Werkareal sollte in naher Zukunft dann eine weitere Wohnsiedlung entstehen können.
Nach 9 Jahren in diesem Amt trat Olaf Zimmerling an der Generalversammlung 2002 zurück, verblieb aber weiter im Vorstand um so die notwendige Kontinuität in diesem Gremium durch seine ausserordentlich fundierte Erfahrung zu stützen. Als neuer Präsident wurde von der Versammlung antragsgemäss der bisherige Obmann der Baukommission, Mark Jaeggi, bestätigt.
Mit dem seit dem Jahr 2002 laufenden Programm zur Sanierung und Nachverdichtung der grössten Wohnsiedlung der GBL, der 14. Bauetappe in Altstetten, welches in drei Jahreslose aufgeteilt umgesetzt wird, steigt der Wohnungsbestand er GBL auf 1439 Einheiten.
Darunter sind nunmehr auch 10 neu erstellte Reiheneinfamilienhäuser innerhalb dieser Siedlung, welche das Wohnangebot der GBL aktuell abrunden.
Im Wissen darum, dass sich die aus dem Jahre 1948 stammenden Wohnbauten Sägestrasse 1-7 in einem schlechten, mit vernünftigem Aufwand nicht mehr herzurichtenden Zustand befanden, hatte sich bereits der ehemalige Vorstand der WBGL mit dem Gedanken befasst, diese Häuser in nächster Zukunft durch zeitgemässe Bauten zu ersetzen. Nachdem die im Eigentum der Stadt Schlieren stehende Liegenschaft Sägestrasse 6 im Herbst 2000 durch einen Brand völlig zerstört wurde, eröffnete sich für die GBL, über die erfolgte Fusion mit der WBGL aktuelle Eigentümerin der in Frage stehenden Häu-ser, die zusätzliche Gelegenheit, zusammen mit der Stadt Schlieren die Möglichkeit einer Gesamtüberbauung im Bereich Sägestrasse Rotstiftweg zu erörtern. Das Resultat der Gespräche und eines mit der Stadt Schlieren gemeinsam durchgeführten Machbarkeitswettbewerbes war der Erhalt einer weiteren Baurechtsparzelle für zwei neue Wohnhäuser. Im Rahmen des entwickelten Projektes würden die direkt benachbarten alten Wohnhäuser der 21. Etappe durch zwei neue Baukörper ersetzt. Die Generalversammlung vom 22. Mai 2003 sprach sich nach kurzer Diskussion praktisch einstimmig, nämlich mit 287 Ja und 3 Stimmenthaltungen für die Realisierung des Gesamtvorhabens mit insgesamt 44 Wohnungen und zwei Unterniveaugaragen aus.
Die Jahresversammlung vom 27. Mai 2004 liess in der Folge im Jubiläumsjahr mit weiteren, richtungsweisenden Entscheiden für zusätzliche Bauvorhaben den alten Pioniergeist der Genossenschaftsgründer förmlich wieder aufleben. Jeweils einstimmig mit 303 Stimmen ohne Gegenmehr und Stimmenthaltungen sprachen sich die Genossenschafterinnen und Genossenschafter für die Umsetzung des vorgestellten Projektes von Kuhn Fischer Partner Architekten AG für eine neue Wohnsiedlung auf dem Fabrikareal Stooss AG in Albisrieden mit 60 Wohnungen und einer Tiefgarage sowie
für die käufliche Übernahme des ehemaligen Fabrikareals Kanz AG, Letzigraben 107, und die Umsetzung des von der Firma Uster AG auf dieser Parzelle entwickelten und der Versammlung präsentierten Wohnbauprojektes für 27 Wohnungen und einer entsprechenden Einstellgarage. Wie sich in der Folge in der weiteren Entwicklung der Vertragsdetails für die käufliche Übernahme dieses Wohnbauprojektes auf dem Areal der ehemaligen Buntmetallgiesserei Kanz AG am Letzigraben zeigte, war die Verkäuferschaft nicht bereit, die sich abzeichnenden Risiken bezüglich der Entfernung der festgestellten Altlasten nach den Vorgaben der GBL zu tragen. Der GBL selber bot die dann ersatzweise vorge-brachte Zusicherung der Firma Uster AG als Totalunternehmer dieses Risiko wenigstens in bestimmtem Umfange aufzufangen nicht, so dass sich letztendlich die GBL aus den Verhandlungen zurückzog.
Die Firma Uster AG realisierte deshalb die geplanten drei Wohnhäuser in Eigenregie und verkaufte die Wohneinheiten im Stockwerkeigentum.