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Die Wirtschaftskrise und die Zeit des 2. Weltkrieges

Ursprüngliche Häuser der 4. Bauetappe

Das Projekt der 4. Bauetappe wurde in der Folge aus verschiedenen Gründen - grösserer Leerwohnungsbestand am Markt, von dem die GBL allerdings selber verschont blieb, allgemeiner Druck einer Wirtschaftskrise, dann auch Meinungsverschiedenheiten über die Ausgestaltung - beispielsweise ob die GBL in diese Projekt integriert teilweise auch Einfamilienhäuser wie die Familienheimgenossenschaft erstellen solle oder nicht - hinausgeschoben. Der Baubeginn erfolgte erst wegen des wieder angestiegenen Bedarfs an Wohnraum im Februar 1943 und der Bezug im Oktober 1943 - also während der Zeit des 2. Weltkrieges. Das Projekt und die Bauleitung dieser 5 Blöcke mit 11 Häusern und total 62 Wohnungen und einem Kindergarten lag beim Zürcher Architekten W. Hertig.

Neue Ersatzbauten der 4. Bauetappe

Die in der Kriegszeit allgemein herrschende Materialknappheit und die auch unter diesem Druck leidende Materialqualität bildeten in späteren Jahren Mitursache dafür, dass diese Wohnbauten Ende der 80-er Jahre nicht unter unverhältnismässigen Kosten renoviert, sondern sinnvollerweise durch Neubauten ersetzt wurden.

Genossenschaftsvorstand, ca. 1945 vor den Häusern Sackzelg 47/49 (3. Bauetappe); im Hintergrund der Block Fellenbergstrasse 206/208/210 (5. Etappe)<br><br>abgebildete Personen (von links)	P. Lippert (städtischer Vertreter), E. Schlumberger (Verwaltungsmitglied), P. Klaus (Kassier), J. Rümbeli (Verwaltungsmitglied), G. Rickli (Protokollführer), E. Nettgens (Präsident), G. Lichti (Verwaltungsmit-glied), H. Golay (Vizepräsident); nicht auf dem Foto H. Bisang (Aktuar)

Gegen Ende des Krieges folgte noch die 5. Bauetappe, mit deren Bau im Februar 1944 begonnen wurde und deren 42 Wohnungen schon im Oktober/November des gleichen Jahres bezugsbereit waren. Die neu gebauten Wohnungen konnten sofort vermietet werden, herrschte doch wieder eine gewisse Wohnungsknappheit.

Vorbereitung für Pflanzgärten ("Anbauschlacht" während des 2. Weltkriegs)

Die Kriegszeit nötigte auch der GBL verschiedene Massnahmen ab. In den bestehenden Überbauungen mussten Luftschutzräume eingerichtet werden und weiter war es Pflicht jedes Haus mit Sand, Schaufel, Wassereimer und anderen Gegenständen zur Brandbekämpfung zu versehen. Nur gerade 40% der dabei entstehenden Kosten waren durch staatliche Subventionen gedeckt, der Rest musste die Genossenschaft bzw. die Mieter selber abbezahlen. Ebenfalls war eine eigene Luftschutzorganisation mit auszubildenden 29 Luftschutzwarten zu stellen und jedem Schutzraum wurde 1 oder 2 Sanitäter zugewiesen. Während der Kriegswinter stellte die Beschaffung des Heizmaterials ein weiteres Problem dar. Der Brennmaterialverbrauch musste auf 40% reduziert werden, es wurde teilweise anstelle von Kohle auf Torfmull und Holz als Ersatzmaterial ausgewichen und die Wohnungstemperaturen stark gedrosselt. Die Wohnzimmer waren höchstens noch auf 18° geheizt. Die grossen Spielwiesen der 1./2. und 3. Bauetappe mussten der Anbauschlacht weichen und wurden als Kriegsgärten an die Mieter abgegeben. Weiteres Bauland, das die GBL besass , wurde ebenfalls bepflanzt.
 

 Die Zeit nach dem Krieg

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