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Die Genossenschaft als Gemeinschaft

Wenn bislang in dieser Darstellung der Entwicklung der GBA bzw. der GBL als Wohnbauträgerin wesentlich auf das geschäftliche und bauliche Wachstum dargestellt ist, so darf dabei nicht ausser Acht gelassen werden, dass letztlich das Gebilde der Genossenschaft, deren Aktivitäten und Werte immer von Menschen, von jüngeren und älteren Genossenschafterinnen und Genossenschaftern getragen wurde und wird. Kraft und Willen dieser Menschen sich selber zu helfen, sich zu wirtschaftlich vernünftigen Bedingungen das Grundbedürfnis Wohnen zu sichern, bildeten die Grundlage dafür, dass die Genossenschaft zu dem werden konnte, was sie heute ist.

Dieses grundlegende Ziel brachte die Menschen auch zusammen. Der Gedanke der Gemeinschaft schaffte über alle die Jahre hinweg immer ein Gefühl, dass die Genossenschaft eine Art Familie bildete. Die Menschen, ob jung oder alt waren hier eingebettet, wuchsen innerhalb der Genossenschaft auf, verbrachten zeitlich grosse Abschnitte ihres Leben hier, hatten hier ihre Wurzeln, kannten einander und halfen einander auch bei verschiedenen Gelegenheiten im Alltag. So wurde auch ab Mai 1973 innerhalb der GBL eine Sozialbetreuungsstelle geschaffen. Als eine der ersten Genossenschaften in der Schweiz verfügte die GBL damit über eine vollamtliche Angestellte, welche ihren Dienst als Fürsorgerin und zur Betreuung der älteren und kranken Genossenschaftsmitgliedern versah.

Ein Blick in das Archiv der Genossenschaft zeigt, dass das Genossenschaftsleben immer seinen Stellenwert hatte. Die Genossenschaftstage waren denn gerade in früheren Jahren beliebter Anlass für die zahlreichen Kinder sich im sportlichen Spiel zu messen und für währschafte Verpflegung war bei die-sen Anlässen ebenfalls gesorgt.

Wie in einem kleinen Leitbild von 1934 zu lesen ist, verstand die GBL unter anderem ihren Zweck auch darin, der Jugend die ihr für ihre körperliche und geistige Ertüchtigung so notwendigen Spiel und Tummelplätze zu schaffen.

Foto/Abdruck der Einladung/des Festprogrammes von 1954 Foto der Jubiläumsveranstaltung 25 Jahre GBL im Kongresshaus (Bühne mit Musik) Foto der Jubiläumsveranstaltung 25 Jahre GBL im Kongresshaus (Festteilnehmer)

Über die Jahre hinweg boten gerade die Genossenschafts-Jubiläen auch willkommenen Anlass, sich einmal vom Alltag zu lösen und sich zu Festlichkeiten zu treffen. Schon zum 25-jährigen Bestehen der GBL wurde im März 1954 zu einer denkwürdigen Jubiläumsfeier ins Kongresshaus Zürich eingeladen. Genossenschafterinnen und Genossenschafter bestritten damals noch im Wesentlichen das Unter-haltsprogramm selber.

Die GBL sieht dieses Jahr nun mit Stolz auf ihr 75-jähriges Bestehen. Trotz dieses respektablen Alters ist die Genossenschaft noch immer jung geblieben und geht stark und voller Elan in die Zukunft. Das Wohnen als Grundbedürfnis der Menschen ist weiterhin eine Aufgabe, die jung und dynamisch erhält - und die Genossenschafterinnen und Genossenschafter zusammenstehen lässt. Der Jubiläumsanlass soll einmal mehr Gelegenheit sein, ein Fest zu begehen und sich gutgelaunt zu treffen. Das wird am Samstag, den 4. September 2004 sein - wiederum im Kongresshaus in Zürich.


Mit dem im März 1932 vom geistigen Vater der GBL, dem damaligen Vizepräsidenten und Gemein-depräsidenten von Albisrieden, Alfred Strebel im Vorwort zu einem Tätigkeitsbericht der GBL, 1930-1932, geschriebenen und noch heute gültigen Worten, kann dieser kleine geschichtliche Überblick geschlossen werden:

"Vereinte Kraft Grosses schafft."


W. Müller, Geschäftsführer GBL

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